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Kraftvolle Pferdeäpfel

Gut eine halbe Million Pferde wiehern in Deutschland. Bisher lässt sich ihr Mist nur schlecht verwerten. Doch Forscher der Universität Hohenheim wissen nun, wie sich die Hinterlassenschaften der Rösser vergären und dann in Strom umwandeln lassen. Das wäre auch ein Beitrag zum Schutz des Weltklimas.

 

 

Kalt erwischt

Eisiges Wetter mögen die meisten Menschen nicht. Doch für so genannte Kälte-Allergiker sind Minusgrade wie derzeit ein Pein der ganz besonderen Art. Sie reagieren mit Bläschen und heftig juckender Haut, manche auch mit lebensbedrohlicher Atemnot und Bewusstlosigkeit auf den Kontakt mit frostiger Luft, kühlen Infusionen oder kaltem Wasser. Zigtausende allein in Deutschland sind betroffen.

[Bonn, 8. Februar 2012]

Wenn Schaden uns am Ende nutzt

Was zunächst wie ein Unglück aussieht, entpuppt sich nicht selten als sinnvoll. Manchmal bringt es sogar Gewinn, oder es rettet einem glatt die Haut.

[Bonn, 7. Februar 2012]

Hebt hoch eure Füße!

Der Stechschritt soll Disziplin vorführen und so dem Feind imponieren, wirkt aus heutiger Sicht aber eher sonderbar. Noch immer pflegen ihn sozialistische Staaten wie Kuba oder China bei Militärparaden. Auch in Nordkorea war er kürzlich bei der Amtseinführung des neuen Staatschefs Kim Jong Un zu sehen.

[Bonn, 1. Februar 2012]

Einsamer Tunnelgräber

Der Silbergraue Erdbohrer – auch Silbermull genannt – wühlt sich als Einzelkämpfer durch die Erde im südlichen Ostafrika. Nur in Essen und Budweis wird er von Zoologen gehalten und erforscht. Die Wissenschaftler wollen zum Beispiel klären, wie das pelzige, fast blinde Nagetier das andere Geschlecht findet, wie es mit so wenig Sauerstoff so schwer arbeiten kann und wie es seinen schuftenden Körper kühlt.  
 

[Bonn, 5. Januar 2012]

Dringender Appell an Reiche

Vor gut 80 Jahren erschien Erich Kästners Gedicht „Ansprache an Millionäre“. Es beschwört Vermögende, mehr fürs Gemeinwohl zu leisten – nicht der Moral wegen, sondern aus Eigennutz und Überlebenswillen. Auch heute droht die wachsende soziale Schieflage in Deutschland den gesellschaftlichen Konsens zu zerrütten – mit denkbar schlimmen Folgen.

Verduften gilt nicht!

Eine Silvester-Party hat es in sich: Sie muss toll und furchtbar unterhaltsam werden, am besten unvergesslich. Was aber, wenn die Feier sich schon nach kurzem als öde erweist oder die anderen Gäste einem den letzten Nerv töten? Muss man bis Mitternacht  ausharren oder darf man spontan in der Weite das Bessere suchen? Gut ist dran, wer vorsorgt – oder über Stil verfügt.

Heikle Präsente

Geschenke – ob an Weihnachten oder zu anderen Fest- und Feiertagen – können auch danebengehen. Warum eigentlich? Und wie lässt sich das vermeiden? Der wesentliche Knackpunkt ist: Man geht zu oft von sich selber aus – oder ist schlicht ratlos und tut nichts dagegen.

Anden wachsen Regen entgegen

Niederschläge können Gebirge verformen helfen, wenn sie auf verschiedenen Seiten des jeweiligen Berglandes sehr unterschiedlich stark fallen und das Gestein abtragen – so etwa im Falle der Zentral-Anden in Südamerika.

Vom Luxuslicht zur Massenware

Weihnachten ohne Kerzen – undenkbar. Die Mini-Feuer sind am Jahresende echte Dauerbrenner. Früher konnten sich nur Fürsten und reiche Kaufleute die Lichter aus Bienenwachs leisten – und hell wurden ihre Räume dabei nicht gerade. Denn große Leuchten waren Kerzen noch nie. Schöne allerdings schon.

 

 

Europas Bruch auch geologisch möglich

Nicht nur die EU droht wegen der Schuldenkrise zu zerreißen. Entlang des Oberrheingrabens könnte auch der Kontinent Europa tektonisch auseinanderdriften – allerdings erst innerhalb von Millionen von Jahren.

Teures Pfand auf hoher Kante

Aus den Augen, aus dem Sinn: Vor allem Dauermieter verlieren die geleistete Mietkaution oft aus dem Blick. Hoffentlich bringt sie wenigstens Zinsen, so lausig diese auch sein mögen. Mieter und Vermieter dürfen aber gemeinsam nach besseren Anlageformen als dem Sparbuch mit Dreimonatsfrist suchen – zumal da es beiden Seiten nützt.

 

Christkinds liebste Würze

Die Weihnachtszeit ohne Zimtsterne und Zimtwaffeln – das wäre wie eine Suppe ohne Salz. Früher war das beliebte Glühwein- und Lebkuchen-Gewürz eines der teuersten. Der Augsburger Kaufmann Anton Fugger verbrannte es sogar einmal vor den Augen des Kaisers, um diesen zu beeindrucken. Auch medizinisch ist Zimt ein Thema.

 

Bundesrepublik Wolfsland

Nach einer Studie des Bundesamtes für Naturschutz könnten die offenbar sehr anpassungsfähigen Wölfe nahezu überall in Deutschland zurechtkommen – wenn man sie denn nur ließe. Das aber ist genau das Problem.

Gesunde Äpfel senken den Blutdruck

"Ein Apfel am Tag ersetzt den Doktor“ – so will es ein bekanntes Sprichwort. Natürlich ist das übertrieben. Doch gesund ist das Lieblingsobst der Deutschen sehr wohl, und zunehmend erkennen Forscher auch, woran das liegen könnte.

Jägersprache hat viel auf der Pfanne

Herbst und Winter sind klassische Jagdzeiten. Die bisweilen drollig wirkende Fachsprache der 350.000  Jagdschein-Inhaber in Deutschland wird von der ganzen Bevölkerung genutzt – und zwar deutlich öfter, als die meisten Laien ahnen.

Neue Wälder für die Welt

Eine Initiative aus Politikern, Wissenschaftlern und Wirtschaftsvertretern namens „Bonn Challenge“ will dem weltweiten Schwund der Wälder entgegentreten und zerstörte oder geschädigte Waldgebiete wieder aufforsten. Das ist wenig, aber besser als nichts.

 

Wie behandelt man Ärzte?

Wer als Kranker weiß, wie man sich bei Medizinern am verlässlichsten Gehör verschafft, hat die größten Chancen auf eine treffende Diagnose und wird deshalb am ehesten wieder gesund. Doch leider verhalten sich Patienten in der Arztpraxis oder bei der Klinik-Visite oft ungeschickt – was sich recht leicht ändern lässt.

„Böse und krank“ – Breivik war beides

Der Freiburger Psychiater und Neurobiologe Joachim Bauer, Autor des aktuellen Buchs „Schmerzgrenze – Vom Ursprung alltäglicher und globaler Gewalt“, hält die bisherige Ursachenforschung im Hirn des Massenmörders Anders Breivik für wenig hilfreich. Der norwegische Todesschütze habe sowohl moralisch verwerflich als auch krankhaft gehandelt.

Herzinfarkt – und wie jetzt weiter?

Wenn unsere Pumpe in der Brust erstmals bedrohlich gestreikt hat, ändert dies im Leben manches: anderes Essen, weg mit den Zigaretten. Auch beruflich müssten die Patienten nun kürzertreten, zumindest eine zeitlang. Doch viele Herzpatienten, vor allem Männer, tun sich damit sehr schwer: Oft werden sie aus Schaden nicht klug – oder man lässt sie nicht.